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BDSM PRIDE


Ganz normal und stolz darauf

BDSMler zu sein ist heute schwerer denn je. Mit der Öffnung unserer Szene und dem großen Medieninteresse an den verschiedensten, außergewöhnlichen sexuellen Spielarten, verbreiteten sich leider auch viele falsche Vorurteile in der Szene.

War es damals einfach nur ein Tabuthema über das kaum jemand etwas wusste, hat heute scheinbar jeder eine Meinung zu SM und allzu oft leider auch keine Gute. Die Szene hat dazu sicher beigetragen, denn vermummte Gestalten in Volleder- oder -latexmontur  die winselnd über irgendwelche Talkshowbühnen kriechen oder Dominas die herrisch und barsch kommandieren, bedienen genau die Klischees. Das unsere Neigung sich aber in allen Teilen der Gesellschaft wiederfindet und es keine Sache von sozialen Milieus ist, sondern eine Neigung die schon seit Ewigkeiten einem gewissen Prozentsatz der Menschheit innewohnt, das wird leider verkannt. So prollig manche SMler im Fernsehen daherkommen und den Eindruck erwecken, hier würden sich die unteren Schichten vergnügen, so falsch ist das gegenläufige Klischee, dass typische Masochisten erfolgreiche Unternehmer, Anwälte und Co. sind.

SMler sind Menschen wie jeder andere auch, egal welcher Bildungsgrad, welcher Beruf, welche Religion etc. was uns verbindet ist lediglich die etwas andere Art der sexuellen Phantasien und vielleicht auch des Auslebens solcher. Sexualität sollte aber kein Anlass zur Diskriminierung sein.

Dennoch sind wir noch sehr weit von dem Ziel entfernt, wo man keine Angst vor negativen Folgen haben muss wenn man sich outet oder geoutet wird. Solange aber Boulevard-Zeitungen Prominente anprangern, deren Neigung ruchbar wird, solange in Sorgerechtstreits SM ein Thema ist, solange man durch einen einzigen Suchmaschinenverweis zu einer  BDSM-Seite befürchten muss einen Job nicht zu bekommen oder einen zu verlieren, solange all dies Realität ist, lohnt es sich für unsere Rechte zu kämpfen.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz hin oder her, wir als SMler müssen heute nach wie vor befürchten Nachteile zu erfahren, wenn unsere Neigung (auch ungewollt) publik wird.

Dagegen rufen wir auf einzutreten und laden alle BDSMler, Angehörigen von BDSMlern und alle die mit uns sympathisieren auf, mit uns gemeinsam den BDSM PRIDE DAY ins Leben zu rufen und zu begehen.